So finden Sie die richtige Fachkraft für Arbeitssicherheit für Ihr Unternehmen
Sifa finden

Die Betreuung durch eine Fachkraft für Arbeitssicherheit (Sifa) ist für Unternehmen in Deutschland ab der ersten beschäftigten Person gesetzlich vorgeschrieben. Doch wie und wo findet man die richtige Sifa? Sollte sie intern angestellt sein oder ist ein externer Dienstleister besser? Welche Qualifikationen sind wirklich wichtig?
Die Entscheidung ist für viele Arbeitgebende nicht einfach, bietet aber die Chance, eine strategische Partnerin oder einen strategischen Partner für langfristige Betriebssicherheit zu gewinnen. In diesem Artikel zeigen wir Ihnen, wie Sie systematisch vorgehen und die beste Lösung für Ihr Unternehmen finden.
Die erste Entscheidung: Interne oder externe Sifa?
Bevor Sie nach einer Fachkraft für Arbeitssicherheit suchen, müssen Sie eine grundlegende Entscheidung treffen: Soll die Sifa fest in Ihrem Unternehmen angestellt sein oder wählen Sie einen externen Dienstleister?
Eine interne Sifa arbeitet festangestellt direkt für Ihr Unternehmen. Sie kennt die Betriebsabläufe, arbeitet täglich im Betrieb und ist sofort verfügbar. Das schafft Kontinuität und tiefgehendes Branchenwissen. Allerdings bindet eine Festanstellung Ressourcen, und besonders kleine und mittlere Unternehmen können die erforderliche Arbeitszeit oft nicht vollständig auslasten.
Eine externe Sifa ist Spezialistin oder Spezialist bei einem Dienstleister und betreut mehrere Unternehmen. Sie bringt branchenübergreifende Erfahrung mit und kann das Wissen durch die Arbeit mit anderen Unternehmen regelmäßig auffrischen und untereinander anwenden. Außerdem kann sie flexibel eingesetzt werden und auch Maßnahmen flexibler umsetzen, und das Unternehmen spart Kosten für Festanstellungen.
Die Wahl hängt von Unternehmensgröße, Branche und Risikograd ab. Nach DGUV Vorschrift 2 werden die erforderlichen Einsatzzeiten je nach Branche und Anzahl der Beschäftigten konkret festgelegt.

Welche Qualifikationen muss eine Sifa haben?
Nach dem Arbeitssicherheitsgesetz (ASiG) § 7 muss eine Sifa zunächst eine Grundausbildung abgeschlossen haben: Sie oder er muss Ingenieurin oder Ingenieur, Techniker oder Technikerin, Meister oder Meisterin sein.
Darüber hinaus ist eine spezialisierte Schulung zur Fachkraft für Arbeitssicherheit erforderlich, die von anerkannten Trägern durchgeführt wird. Diese Schulung umfasst sowohl theoretische als auch praktische Inhalte und wird mit einer Zertifizierung abgeschlossen.
Für bestimmte Branchen sind darüber hinaus Spezialisierungen wichtig. Eine Sifa im Chemiesektor sollte tiefgehendes Wissen über Gefahrstoffe haben, eine im Baugewerbe spezifische Kenntnisse zu Höhenarbeit und Gerüsten. Achten Sie bei der Auswahl also auch auf branchenspezifische Zusatzqualifikationen.
Mehr zur Rolle der Fachkraft für Arbeitssicherheit finden Sie hier.
Wo findet man ausgebildete Sifas?
Es gibt verschiedene Anlaufstellen, um eine geeignete Sifa zu finden.
Berufsgenossenschaften
und Unfallkassen
Sie sind die ersten Kontaktstellen. Sie haben nicht nur umfassendes Wissen über die Anforderungen, sondern können auch Empfehlungen geben und Listen von zugelassenen Sifa-Dienstleistern zur Verfügung stellen.
Spezialisierte Dienstleister
wie die Arsipa Gruppe
Sie bieten externe Sifa-Betreuung an. Sie beschäftigen Sicherheitsfachkräfte, die bundesweit tätig sind und umfangreiche Erfahrung mitbringen. Viele dieser Dienstleister arbeiten auch eng mit Betriebsärztinnen und Betriebsärzten zusammen, was ein integriertes Präventionskonzept ermöglicht.
Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) bietet eine Datenbank von staatlich anerkannten Ausbildungsträgern. Diese können nicht nur ausbilden, sondern vermitteln oft auch qualifizierte Fachkräfte. Und auch der Verband der Sicherheitsingenieure (VDSI) hat ein breites Netzwerk von Mitgliedern und kann bei der Suche unterstützen. Ähnlich können Branchenverbände und Kammern hilfreiche Kontakte vermitteln.
Empfehlungen aus dem Netzwerk sind oft wertvoll: Betriebsräte, andere Unternehmen in Ihrer Branche oder bereits bestehende Geschäftspartner*innen können hilfreiche Tipps geben.

Das Auswahlverfahren: Worauf sollten Sie bei der Auswahl einer Sifa achten?
Wenn Sie potenzielle Sifas gefunden haben, lohnt es sich auf folgende Punkte zu achten:
- Qualifikationen überprüfen: Stellen Sie sicher, dass die Grundausbildung (Ingenieur*in, Techniker*in, Meister*in) und die spezialisierte Sifa-Schulung vorhanden sind.
- Wissensstand beachten: Achten Sie darauf, dass das Wissen durch regelmäßige Aus- und Fortbildung aktuell gehalten wird.
- Referenzen einholen: Fragen Sie nach bisherigen Tätigkeitsfeldern und Referenzen. Wie lange hat die Person bereits Erfahrung? In welchen Branchen war sie tätig? Hat sie Erfahrung mit Unternehmen ähnlicher Größe wie Ihrem?
- Branchenkenntnis: Spezialisierungen und bisherige Erfahrungen in Ihrer Branche sind ein Plus. Eine Sifa, die bereits mit ähnlichen Herausforderungen umgegangen ist, wird schneller Mehrwert liefern.
- Persönliche Eignung: Die Zusammenarbeit mit der Sifa ist langfristig. Achten Sie auf Kommunikationsfähigkeit und Verständnis für Ihre Unternehmenskultur.
Arbeitssicherheit und Arbeitsmedizin: Eine Partnerschaft
Eine optimale Arbeitsschutzorganisation bietet eine Partnerschaft zwischen Sifa und Betriebsarzt oder Betriebsärztin. Beide bringen unterschiedliche Perspektiven ein: Die Sifa konzentriert sich auf Sicherheit und technische Maßnahmen, der Betriebsarzt oder die Betriebsärztin auf Gesundheit im Unternehmen.
Bei Gefährdungsbeurteilungen, Betriebsbegehungen und in Arbeitsschutzausschuss-Sitzungen arbeiten beide zusammen. Moderne Dienstleister bieten daher auch integrierte Konzepte an, bei denen Sifa und Betriebsarzt oder Betriebsärztin Hand in Hand agieren.
Fazit: Vorteile für Arbeitgebende und Beschäftigte
Die Investition in eine qualifizierte Sifa zahlt sich gleich auf mehreren Ebenen aus. Rechtlich schafft eine kompetente Sifa Sicherheit und schützt vor Konsequenzen, wirtschaftlich reduziert systematischer Arbeitsschutz Ausfallzeiten durch Unfallfolgen erheblich.
Eine gute Sifa trägt auch zur Kostenersparnis bei, indem sie Probleme frühzeitig erkennt und präventiv eingreift. Darüber hinaus verbessert ein gelebter Arbeitsschutz das Betriebsklima. Beschäftigte, die sich sicher fühlen, sind motivierter, produktiver und zeigen höhere Loyalität zum Unternehmen.
Eine gute Sifa ist auch eine Ansprechperson für Sicherheitsbedenken. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer können Mängel melden, ohne Nachteile zu befürchten. Dies schafft eine Kultur, in der Sicherheit kein lästiges Nebenthema ist, sondern ein gemeinsamer Wert.
Die richtige Sifa zu finden ist nicht einfach, aber lohnenswert. Eine gut gewählte Sifa ist keine Kostenstelle, sondern eine strategische Investition in langfristige Sicherheit, Mitarbeitendengesundheit und Wirtschaftlichkeit.
Sie suchen die richtige Sifa für Ihr Unternehmen und benötigen Unterstützung bei der Auswahl? Wir beraten Sie gerne und helfen Ihnen, die beste Lösung für Ihre spezifische Situation zu finden.